Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Was ist eigentlich ein Linearbeschleuniger?

Linearbeschleuniger sind technisch äußerst kompliziert aufgebaute Geräte. Prinzipiell werden in ihnen Elektronen produziert. Diese Teilchen sind negativ geladen und werden in einer speziellen Röhre mit Hochvakuum bis zur Lichtgeschwindigkeit in eine Richtung beschleunigt (=Linearbeschleuniger). Am Ende dieser Beschleunigungsstrecke werden sie mit Magneten in eine ganz bestimmte Richtung ausgelenkt. Es besteht nun die Möglichkeit, diese Elektronen direkt medizinisch zu nutzen oder aber sie dazu einzusetzen, die sonst übliche elektromagnetische Photonenbestrahlung zu erzeugen. Hierbei werden die Elektronen auf ein Target gelenkt, das aus einem wassergekühlten Metall besteht. In diesem Target werden die eigentlichen Photonen erzeugt. Je größer die Energie der erzeugten Elektronen, um so höher ist die Energie der dadurch verursachten Photonenstrahlung. Prinzipiell wirken Elektronen vorwiegend an der Oberfläche. Die Photonen, die dazu in der Lage sind, in tiefe Körperregionen einzudringen. Je höher die Energie der Photonen, desto größer ist deren Eindringtiefe.

 
Letzte Änderung: 15.10.2009, 15:29 Uhr
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