Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Spätfolgen

Spätfolgen sind ein komplexes Thema und werden von den akuten Nebenwirkungen getrennt. Mit zunehmenden Heilungsraten tritt das Risiko für Spätfolgen immer weiter in den Vordergrund. Wesenliches Ziel derzeitiger Entwicklungen auf dem Gebiet der Therapiekonzepte ist die Senkung des Risikos für Therapiefolgen. Mögliche Therapiefolgen müssen eingehend mit dem Strahlentherapeuten besprochen werden, da für jeden Patienten ein sehr unterschiedliches Risiko besteht.

Das Muster an möglichen Spätfolgen ist häufig ein Mischbild von folgenden Faktoren :

  • Tumor
  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie / Systemtherapie

Mögliche Spätfolgen nach Strahlentherapie werden bereits im Rahmen des Aufklärungsgespräches angesprochen. Die heutigen Bestrahlungsmethoden sind inzwischen mit einem deutlich geringeren Risiko für belastende Spätfolgen verbunden. Die Bestrahlungstechniken sind heute so ausgerichtet, dass die Haut weitestgehend geschont werden kann, sodass nur selten bleibende Veränderungen an der Haut zu erkennen sind.
Hierzu können Hautverfärbungen gehören, Verhärtung und Schrumpfung des Unterhautgewebes und der Muskeln.

Generell ist das Spätfolgenrisiko von der verabreichten Dosis, der Lage der Strahlentherapiefelder, der Einbeziehung von Normalgewebe, aber auch von zusätzlichen vorangegangenen operativen Eingriffen und auch der zusätzlichen Anwendung von Chemotherapien geprägt. Die Einzelheiten werden innerhalb des Aufklärungsgespräches mit dem zuständigen Radioonkologen besprochen. Wesentliches Ziel derzeitiger Entwicklungen auf dem Gebiet der Therapiekonzepte ist die Senkung des Risikos für Therapiefolgen.

 
Letzte Änderung: 02.09.2010, 09:50 Uhr
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