Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Praktisches Jahr

Im Rahmen des Querschnittsbereiches 11 bzw. des Faches Radioonkologie bietet die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie das Praktische Jahr im Fach „Radioonkologie“ an.

Ziel des Praktischen Jahres

Das praktische Jahr ist generell darauf ausgerichtet, dem Medizinstudenten einen Einblick in das Fach Radioonkologie zu geben. Die Vermittlung des Wissens wird von praktischer Tätigkeit auf der Station STR 1 geprägt. Dort erfolgt eine Einarbeitung in die radioonkologischen Konzepte bei den häufigsten Erkrankungsbildern. Die studentische Ausbildung setzt Grundkenntnisse voraus, die im Kursus Radioonkologie und der Vorlesungsreihe Radioonkologie und Unterricht am Krankenbett vermittelt wurden.Ausbildungsinhalte

Ausbildungsinhalte

Es erfolgt eine Einarbeitung in die Patientenaufnahme, Befunderhebung unter Einschluss der körperlichen Untersuchung, Sichtung und Interpretation der Befunde sowie Diskussion des radioonkologischen Konzeptes. Ferner werden Kenntnisse über etwaige notwendige zusätzliche Behandlungsmaßnahmen wie Chemotherapien im Rahmen der Radiochemotherapien, medikamentöse Schmerztherapien und Supportivtherapien vermittelt.

Die Vermittlung der Kenntnisse erfolgen fallorientiert. Grundsätzlich wird das didaktische Prinzip der Wissensvermittlung durch aktive Handlungen erreicht (Goal-based-Szenarios). Ferner werden Aspekte der Psychoonkologie und der Gesprächsführung aus radioonkologischer Sicht vermittelt. Die Radioonkologie als ausgeprägtes interdisziplinäres Fach bietet zudem die Teilnahme an den zahlreichen Tumorbords des Universitätsklinikums.

Nach Abschluss der Ausbildungszeit auf der Station STR 1 folgt eine Tätigkeit in der Aufnahmeambulanz der Klinik für Radioonkologie. Hier werden Kenntnisse zur Indikationsstellung zu radioonkologischen Behandlungen unter Einschluss von Radiochemotherapien, praktische Anwendung der Therapiestandards und individuellen Anpassung für jeden Patientenfall sowie Kenntnisse bei der Erstellung eines medizinischen Bestrahlungsplanes vermittelt.

Ferner erfolgt eine Einführung in Aufklärungs- und Informationsgespräche, auch unter Einschluss klinischer Studien. Anschließend erfolgt eine Tätigkeit an den Bestrahlungsgeräten. Hier werden Kenntnisse über die Durchführung der Bestrahlungstechniken vermittelt sowie Kenntnisse über akute Nebenwirkungen der Strahlenbehandlung sowie deren Behandlung.

Folgende Erkrankungsbilder werden thematisch bearbeitet:

  • Mammakarzinom
  • Prostatakarzinom
  • Kopf-Hals-Tumoren
  • Tumoren des zentralen Nervensystems
  • Rektumkarzinom
  • Gynäkologische Tumoren
  • Palliative Erkrankungskonstellationen

Weitere Informationen sind unter "Berufsbild Radioonkologie"

Das Fach „Radioonkologie“ ist ausgeprägt klinisch ausgerichtet und grenzt sich hierdurch von der Diagnostischen Radiologie maßgeblich ab.

Im Mittelpunkt steht die onkologische Therapie von Patienten mit malignen Erkrankungen aus radioonkologischer Sicht. Die Ausbildung orientiert sich daher eher an den Arbeitsinhalten der klinischen Onkologe. Der interdisziplinäre Charakter des Faches Radioonkologie erlaubt einen Einblick des PJ-Studenten in eine Vielzahl unterschiedlicher maligner Erkrankungen.

Im Vordergrund stehen hierbei Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches, Tumoren des Zentralnervensystems, Tumoren des Gastrointestinaltraktes und Lungentumoren.

Die Therapiekonzepte werden geprägt von der Anwendung chemotherapeutischer Protokolle im Rahmen von Radiochemotherapien.

Ferner gehören zur Ausbildung die Vermittlung von Wissen in der Supportivtherapie und Palliativtherapie, auch unter Anwendung von medikamentösen Schmerztherapien. Ergänzt wird die Ausbildung durch eine Tätigkeit in der Ambulanz an den Bestrahlungsgeräten und in der Therapieplanung unter ärztlicher Supervision.

In der Therapieplanung werden Kenntnisse zum Einsatz bildgebender Verfahren für Radioonkologie vermittelt.
Im Mittelpunkt in der Ausbildung während des praktischen Jahres steht die praktische Integrierung des Medizinstudenten in die ärztlichen Tätigkeiten auf der Station STR1 mit einem kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Fachärzten, Assistenzärzten und den Medizinstudenten.

Die Ausbildung orientiert sich teilweise an dem Curriculum für die Facharztweiterbildung, ohne dass jedoch Detailwissen für das darauf folgende Examen vorausgesetzt wird.

Das PJ empfiehlt sich vor allem für die Medizinstudenten, die das Fach Radioonkologie in der Ausbildung zum Facharzt weiter verfolgen wollen. Eine Vermittlung von Weiterbildungsstellen kann im Bedarfsfalle angeboten werden.

Weitere Informationen zur Berufsausbildung Radioonkologie finden Sie unter Link „Berufsbild“, „Famulatur“, „Promotion“. Die Berufsausbildung orientiert sich an einem speziell für die Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie erarbeiteten Curriculum, Link „Curriculum“.

Terminvereinbarungen:
Sekretariat der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Telefon: 0341 / 97-18400
Telefax: 0341 / 97-18409

 
Letzte Änderung: 15.04.2015, 11:55 Uhr | Redakteur: WW
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