Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Risikoprofil

Indikation und Durchführung der Bestrahlung, vor allem die Bestimmung des Zielgebietes, die Auswahl der Technik und die Dosierung orientiert sich am Risikoprofil des Tumors. Das Risikoprofil wird nach Stadium, PSA-Wert und Gleason Score bestimmt.

Die Risikoklassifikation beruht auf den Analysen von Partin et al 1997. Nach diesen Analysen kann eine Abschätzung durchgeführt werden, welche Ausbreitungscharakteristik der Tumor zeigt hinsichtlich

  • der organbegrenzten Erkrankung,
  • eines Kapseldurchbruchs,
  • eines Samenblasenbefalls und
  • eines Lymphknotenbefalls.

Generell kommt eine lokale Strahlentherapie ausschließlich der Prostataregion dann in Betracht, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Lymphknotenbefalls als gering eingestuft wird. Eine Strahlenbehandlung der Beckenlymphknotenstationen wird dann empfohlen, wenn dieses Risiko als hoch einzustufen ist.

1. Niedrigrisikoprofil:
Stadium T1c, T2a und PSA-Spiegel < = 10 ng/ml und Gleason-Score < = 6.

2. Mittleres Risikoprofil:
Stadium < = T2b, Gleason-Score = 7 und PSA-Level > 10 und kleiner < = 20 ng/ml

1. Hochrisikoprofil:
Stadium T2c oder PSA-Spiegel > 20 ng/ml oder Gleason-Score > = 8.

 
Letzte Änderung: 29.04.2012, 17:03 Uhr
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