Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Wann sollte eine primäre (alleinige) Strahlenbehandlung des Prostatakarzinoms durchgeführt werden?

Generell wird die Radiotherapie als Primärtherapie angewandt, wenn keine Fernmetastasen nachzuweisen sind. Sie sollte anstatt einer Operation vor allem dann Berücksichtigung finden, wenn das Risikoprofil zum Zeitpunkt der Diagnose einen Kapseldurchbruch bzw. eine Beteiligung der Beckenlymphknoten nahelegt, da in diesem Fall nach erfolgter Operation ohnehin eine Strahlenbehandlung empfohlen wird. Zudem wird die Bestrahlung nach Operation häufig schlechter vertragen als die primäre (alleinige) Bestrahlung Aufgrund der guten Verträglichkeit der Strahlentherapie bei Anwendung moderner Bestrahlungstechniken gibt es prinzipiell keine Altersbegrenzung für die Therapie.

Woran orientiert sich der Einsatz der primären (alleinigen) Strahlenbehandlung?

Prinzipiell kann die Strahlenbehandlung als alleinige Therapie durchgeführt werden, oder auch als postoperative Maßnahme, wenn bei der Operation der Tumor nicht ausreichend entfernt werden konnte. Die Auswahl der Zielgebiete und der Dosisverschreibung orientiert sich an den Risikoprofilen, die bei jedem Patienten anders ausfallen können.

 
Letzte Änderung: 20.11.2012, 09:51 Uhr
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