Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Wann kommt eine Brachytherapie infrage und wann nicht?

Die interstitielle Brachytherapie kann in zwei Formen durchgeführt werden. Zum einen kann eine dauerhafte Einlage von radioaktiven Körnchen in die Prostata erfolgen. Diese Behandlungsmaßnahme ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Tumor sich auf die zentral gelegenen gebiete der Prostata beschränkt und kein Risiko für einen Kapseldurchbruch besteht. Eine Alternative ist die vorübergehende Einlage von Nadeln in die Prostata in zwei Sitzungen (interstitielle Brachytherapie), über die kurzzeitig ein radioaktives Nuklid eingeführt wird. Diese Behandlungsform kann auch dann durchgeführt werden, wenn die Prostata ausgedehnter in beiden Lappen einen Befall zeigen und das Risiko einen Kapseldurchbruch besteht. Diese Behandlungsmaßnahme wird generell mit einer Strahlenbehandlung von außen in einer reduzierten Dosis verbunden, um etwaige versprengte Zellverbände im Kapselbereich zu erfassen und zu beseitigen.
 
Letzte Änderung: 23.06.2009, 11:37 Uhr
Zurück zum Seitenanfang springen
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie