Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Was kann ich tun, um die Bestrahlung von aussen besser zu vertragen und was muss während der Bestrahlung beachtet werden?

Grundsätzlich muss die gewohnte Lebensführung nicht geändert werden. Auf die Haut im Bereich der Beckenregion dürfen keine Reizstoffe aufgetragen werden. Warmes Wasser und Duschen ist erlaubt, jedoch sollte keine Seife verwendet werden, da die Haut vorübergehend ihre Fähigkeit zur eigenen Schutzstoffbildung verliert. Da die Nebenwirkungen unter der Therapie sich vorwiegend auf Darm und Blase konzentrieren, sollte die Ernährung angepasst werden. Schwere Speisen, wie Sauerkraut und Hülsenfrüchte sowie zu scharfe Würzungen sollten vermieden werden. Milchprodukte können verzehrt werden, jedoch nicht zu einseitig und in nicht zu großen Mengen, da die Säurebakterien einen Durchfall provozieren können. Zur Senkung eines Risikos für eine Blasenentzündung sollte ein ausreichender Flüssigkeitsdurchstrom durch die Blase zu gewährleistet werden. Es sollte daher ausreichend Flüssigkeit getrunken werden.Tendenziell sollte auch rohes blähendes Obst, wie z. B. Kirschen und Erdbeeren sowie frische Salate gemieden werden. Ebenso auch fette und scharf gebratene Speisen.
Tendenziell günstig wirken sich Kartoffeln, Reis und gekochtes Gemüse aus. Tritt einmal ein Durchfall auf, sollte darauf geachtet werden, dass die Flüssigkeitszufuhr ausreicht. Häufig können Banane oder schwarze Schokolade hilfreich sein.
Drückende, beengende sowie aus Synthetikmaterial bestehende Kleidungsstücke sollten vermieden werden.

Zur Senkung der Nebenwirkungen an der Blase sollte während der Therapieplanung und der Durchführung der Bestrahlung eine gefüllte Blase vorliegen.

Ca. 30 min. bis 1 Stunde vor Bestrahlung sollte ein halber Liter Flüssigkeit zu sich genommen werden und die Toilette nicht mehr aufgesucht werden. Diese Flüssigkeitszufuhr sorgt für eine ausreichende Blasenfüllung. Hierdurch wird die Blasenwand rein mechanisch aus dem Bestrahlungsfeld herausgehalten. Hierdurch wird das Nebenwirkungsrisiko maßgeblich gesenkt.

 
Letzte Änderung: 10.02.2010, 11:25 Uhr | Redakteur: ww
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