Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Vorstellungstermin - notwendige Unterlagen

Neben dem Überweisungsschein müssen zum Termin der Erstvorstellung in der Ambulanz Unterlagen zur Erkrankung vorgelegt werden. Ohne diese Unterlagen kann keine Entscheidung über die vorgesehene Bestrahlung getroffen werden. Die Entscheidung zur Strahlentherapie hängt in der Regel von folgenden Zusammenhängen ab.

Ausdehnung der Erkrankung

Zur Bestimmung der Ausdehnung werden normalerweise zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die sich an der Art der Erkrankung orientieren, sogenannte „Staging" Untersuchungen. Diese Untersuchungen bestehen häufig aus Röntgenuntersuchungen(konventionelle Aufnahmen, meistens Computertomographien), nuklearmedizinischen Untersuchungen (Ganzkörperskelettszintigraphie, gelegentlich auch Positronenemissionstomographien (sog. PET oder PET-CT) und Kernspintomographien. Ferner gehören Laboruntersuchungen (Blutbild, Leber- und Nierenfunktion, Tumormarker, wie z.B. PSA beim Prostatakarzinom) dazu.

Lokale Bedingungen für die vorgesehene Bestrahlung

Die Bestrahlung wirkt nur dort wo sie gegeben wird. Deswegen benötigt der Strahlentherapeut genaue Informationen über die lokalen Verhältnisse im Zielgebiet. Der Operationsbericht gibt Auskunft über die exakten anatomischen Verhältnisse im vorgesehenen Bestrahlungsgebiet.

Gewebstyp des Tumors

Der Bericht der feingeweblichen Untersuchung (=histopathologischer Bericht) erlaubt eine Einstufung des Rückfallrisikos, das durch die Bestrahlung gesenkt werden soll. Hiernach orientiert sich häufig die Ausdehnung des Bestrahlungsgebietes und die notwendige Dosierung.

Vorlage der Befunde

Die Befunde, ggf. Bilder in Form von Ausdrucken oder CD's müssen daher zum Vorstellungstermin in der Ambulanz vorliegen. In der Regel gehören hierzu Computertomographien, Kernspintomographien, Operationsberichte, feingewebliche Begutachtungen (= histopathologischer Befund), Laborbefunde, Arztbriefe, denen die Zusammenhänge der Erkrankung zu entnehmen sind und welche Behandlungen gegebenenfalls bereits erfolgt sind oder auch nach Abschluß der Bestrahlung noch vorgesehen sind.

Sollten Fragen bestehen, können in der Ambulanz detailiertere Auskünfte vor dem vorgesehen Vorstellungstermin über die notwendigen Unterlagen eingeholt wedren.

Wichtig: Je vollständiger die Unterlagen sind, umso schneller kann die Bestrahlung geplant beziehungsweise begonnen werden

Erst nach Sichtung der Unterlagen kann eine eindeutige, individuell abgestimmte Radiotherapie durchgeführt werden, die sich bei vielen Erkrankungen an Standards orientiert, die von der Deutschen Krebsgesellschaft herausgegeben werden (Therapieleitlinien).

 
Letzte Änderung: 23.06.2009, 14:30 Uhr
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